Unser Projekt: Finanzierung des Kinderspitals Manfred Ulmer in Joal-Fadiouth, Senegal

Das Manfred Ulmer Kinderspital in Joal-Fadiouth (Senegal) wurde seinerzeit durch Manfred Ulmer gegründet, ein deutscher Industrieller, Mäzen und Konsul. Ein Teil des senegalesischen Personals wurde in Deutschland ausgebildet. Das Kinderspital entsprach von Anfang an einem Bedürfnis der Bevölkerung nach medizinischer Versorgung. Es behandelt heute rund 6‘000 Kinder pro Jahr.

Leider bleibt seit einiger Zeit die ursprünglich gewährte finanzielle Unterstützung aus Deutschland aus, und von Seiten der öffentlichen Hand in Senegal ist auch kaum Unterstützung zu erwarten. Die meisten Eltern sind zu arm, um die ärztliche Behandlung ihre Kinder zu bezahlen. In der Folge musste das Kinderspital die Löhne der Ärzte und Krankenschwestern um bis zu 70% kürzen, sofern es die Löhne überhaupt auszahlen konnte. Die medizinischen Geräte können weder unterhalten noch repariert werden. Zudem musste ein dringend nötiges Projekt, ein Behandlungszentrum für unterernährte Kinder, auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Die „Association Pédiatrie au Sénégal (APAS)“, wurde in Genf am 26. Sept. 2014 als Verein unter Schweizer Recht gegründet, um die Tätigkeit des Kinderspitals zu unterstützen.

Das Ziel von APAS ist es, das Kinderspital in drei Bereichen finanziell zu unterstützen:

1. Saläre der Krankenschwestern
Zur Deckung der Salärkosten würde ein Betrag von CHF 1‘000 pro Monat ausreichen. Das Personal ist gut ausgebildet, engagiert und motiviert. Einzelne Krankenschwestern haben jedoch das Kinderspital bereits verlassen, weil sie dringend auf ihr Einkommen angewiesen waren und daher anderswo eine Erwerbsquelle finden mussten. Wenn kein Geld mehr für die Bezahlung der Löhne vorhanden ist, wird das ganze Personal schlussendlich kündigen, sodass jedes Jahr 6‘000 kranke Kinder nicht gepflegt werden können.

Es droht die definitive Schliessung des Kinderspitals.

Eines der Ziele von APAS ist deshalb, Finanzierungquellen zur Bezahlung der Löhne des medizinischen Personals zu finden.

2. Beschaffung von medizinischen Geräten
Das Gebäude des Kinderspitals ist in gutem Zustand. Hingegen sind die medizinischen Geräte veraltet und teilweise nicht mehr funktionstüchtig.

Eine Liste der dringend benötigten Geräte finden Sie auf unserer Website unter https://apas.ch/documents. Sie wurde durch das Personal des Kinderspitals erstellt.

APAS hat sich zum Ziel gesetzt, die Finanzierung von funktionstüchtigen Ersatzgeräten beizubringen.

3. Gründung einer Behandlungsstation für unterernährte Kinder
Die Räumlichkeiten dazu stehen bereits im Spital zur Verfügung. Wir sind daran, die Kosten für die Ausrüstung und das medizinische Verbrauchsmaterial sowie für die Löhne zu ermitteln.

Die Finanzmittel werden dringend benötigt. Ohne Gelder droht die baldige Schliessung des Spitals, sodass jährlich 6‘000 Kinder keine ärztliche Versorgung mehr hätten.

Im jetzigen Kontext der Verbreitung von Ebola in Senegals Nachbarländern ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung noch wichtiger als zuvor.

William A. McComish, Präsident von APAS

www.apas.ch

APAS-Projekt-Pediatrie